Treibhausgase werden zu Handyhüllen

Vergiss alte Alchemie! Eine Technikfirma aus Kalifornien hat etwas viel cooleres erfunden, als mattes Metall in glänzendes Metall umzuwandeln. Durch eine eigene Biokatalysator-Maschine hat Newlight Technologies einen neuen Weg gefunden, um Treibhausgase aus der Atmosphäre in Pellets aus Plastik umzuwandeln.

Diese AirCarbon Technologie verspricht nicht nur eine Reduzierung des Petroleumverbrauchs in der Plastikproduktion, sondern auch eine gleichzeitige Reduktion der Treibhausgase in der Atmosphäre. „Das Restultat könnte ein komplett neues Musterbeispiel dafür sein, wie Plastik unsere Welt beeinflusst“, sagt Mark Herrema, einer von Newlight’s Gründern und Chief Executive der Firma. „Wir nutzen Treibhausgase als Ressource um Material herzustellen, das so stark ist wie auf Öl basierendes Plastik, aber viel günstiger“, fügt er hinzu.

Wird es Anklang finden? Die frühen Zeichen sind definitiv vielversprechend. Das amerikanische Telekommunikationsunternehmen Sprint kündigte gerade an, dass es Hüllen für das iPhone 5 und iPhone 5s aus dem revolutionären Thermoplastik auf den Markt bringen wird. Die Hülle, die von dem unabhängigen Zertifizierer Trucost als „carbon-negative“ bezeichnet wird, wird zunächst nur in limitierter Stückzahl online verkauft.

„Handyhüllen verbrauchen eine signifikante Menge an Plastik und sind für uns ein leichter Einstiegsmarkt“, sagt Amy Hargrove, Sprint’s director of responsibility and sustainability. „Es geht nicht nur um den Verkauf der AirCarbon Hülle sondern auch darum, es als akzeptables Material in unser restliches Portfolio aufzunehmen.“

Newlight besteht darauf, dass die Technologie die konventionelle Herstellung von Plastik in den Schatten stellt – bezüglich Preis und allgemeiner Umweltbelastung. Im Moment ist die Plastikherstellung für 4% des globalen Ölverbrauchs verantwortlich.

Hargrove räumt ein, dass eine neue Innovation in der Plastik Supply Chain Risiken mit sich bringt und, dass Hersteller oft vorsichtig sind und neue Technologien nicht schnell übernehmen. Sie sagt eine ziemlich weite Akzeptanz dieser neuen Technologie in den nächsten zehn Jahren voraus. „Die Frage ist, warum sollte man es nicht machen?“ sagt sie. „Wenn du an den Punkt kommst, an dem es bei gleicher Qualität günstiger und besser für die Umwelt ist, sollte es offensichtlich sein.“

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